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Gesundheit aus dem Apfel

Ein Apfel am Tag erspart den Arzt

Mainroth: „Ein Apfel am Tag erspart den Arzt“, sagt der Volksmund. Und an diesem Sprichwort ist tatsächlich was dran, der gesundheitliche Nutzen des Apfels ist längst erwiesen. Zum Vortrag „Gesundheit aus dem Apfel“ begrüßte Gartenbauvereinsvorsitzender Dietmar Laude die Referentin Doris Hartwig aus Thurnau. Doris Hartwig ging zunächst kurz auf die Geschichte des Kernobsts ein, das ursprünglich aus dem Kaukasus stammt.

Egal welche Apfelsorte, von Golden Delicious bis Jonagold, die süß-säuerliche Frucht hat einen einzigartigen Gehalt an Vitaminen, Ballast- und Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Dabei sind ca. 80 Prozent der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe in oder direkt unter der Schale. Deshalb sollte die Schale von ungespritzten Äpfeln mitgegessen werden. Wer Äpfel nicht roh essen kann, sollte diese trocknen und als Tee zubereiten. Leider sitzen die meisten Gifte bei den gewachsten und gespritzten Äpfeln ebenfalls in oder unter der Haut – Äpfel werden bis zu 30mal gespritzt.

Beim Verzehr von Äpfeln sollte man aufpassen, dass man die richtige Sorte auswählt. Babys, Schwangere und Stillende sollten Äpfel mit niedrigem Säuregehalt essen, dazu zählen Gala, Gloster, Golden Delicious, Idarad und Jonagold. Einen hohen Säuregehalt haben Boskop, Berlepsch und Elstar. Für Diabetiker sind zuckerarme Sorten besser geeignet, sie sollten beispielsweise zu Idared greifen, dagegen aber Rubinette oder Boskop meiden. Allergiker, die häufig grüne Apfelsorten nicht vertragen, können versuchen, auf alte Apfelsorten zurückzugreifen oder die Äpfel schälen.

Äpfel sorgen allgemein für eine gute Darmgesundheit. Für die Verbesserung des Darmmilieus ist Apfelessig gut geeignet. Bei Durchfall empfiehlt sich geriebener Apfel, bei Verstopfung Apfelsaft und Apfelschalentee. Um die Verdauung zu aktivieren, kann man sich leckeren Bratapfel zubereiten.

Doris Hartwig, die als Heilpraktikerin praktiziert, verriet auch, dass ein Apfel, der rechtzeitig bei Beginn eines Migräneanfalls gegessen und gut gekaut wird, helfen kann. Das Kauern lockert die Muskulatur und durch die Mundschleimhaut wird Glucose direkt aufgenommen und gelangt ins Gehirn.

Als Hausmittel bei Bronchitis und Erkältungen empfahl sie Apfelschalentee. Für zwei Tassen Tee werden vier Esslöffel kleingeschnittene getrocknete Apfelschalen mit kochendem Wasser übergossen, dann 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.  (Ingrid Kohles)